Mitgliederversammlung 2010 der Bauverein Grevenbroich eG im Alten Schloß
17.08.2010
Wie in den Vorjahren fand die jährliche Mitgliederversammlung der Bauverein Grevenbroich eG am 22. Juni 2010 im Roten Saal des Alten Schloßes statt.
Pünktlich um 19:30 eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Kummer die Mitgliederversammlung. Nach der allgemeinen Begrüßung erteilte Herr Kummer dem Vorstandsmitglied Hubert Zimmermann das Wort.
Dieser stellte der Versammlung den Jahresabschluss zum 31.12.2009 vor. Der Jahresüberschuss 2009 in Höhe von 289,6 T€ konnte im Verhältnis zum Vorjahr (Fehlbetrag 602,0 T€) deutlich verbessert werden. Dieses Ergebnis wurde durch Erlössteigerungen aber auch durch deutliche Kostenreduzierungen erreicht. Aus dem Jahresüberschuss wurden 225,9 T€ in die Rücklagen eingestellt, sodass ein Bilanzgewinn in Höhe von 63,7 T€ zur Ausschüttung einer 4 %igen Dividende zur Verfügung steht. Durch die Absenkung der Dividende von 6 % auf 4 % schützt sich die Genossenschaft vor Abflüssen liquider Mittel, die für Modernisierungsmaßnahmen dringend benötigt werden.
Der Bestand der Wohnungen ist durch den Abriss der 8 Wohnungen für den Ersatzneubau Montanusstr. 102 mit 1.610 Wohnungen um 8 Wohnungen geringer als im Vorjahr. Die Anzahl der Mitglieder ist mit 2.050 leicht rückläufig. Die Wohnungswechsel von 204 sind überwiegend durch Modernisierungsmaßnahmen verursacht.
Für Instandhaltungen und Modernisierungen wurden insgesamt 3.620 T€ aufgewandt. Die Mittel wurden wie folgt eingesetzt:
- laufende Instandhaltungen 1.278 T€,
- Wohnungsteil- und Wohnungsvollmodernisierungen 862 T€,
- Großmaßnahmen 1.372 T€ und
- für die Wohnumfeldgestaltung 108 T€.
Besonders ärgerlich ist der ständig steigende Aufwand für Sperrmüllentsorgung von zurzeit ca. 85 T€, der durch ordnungsgemäße Anmeldung durch den jeweiligen Mieter auf nahezu null reduziert werden könnte.
Herr Kummer berichtete über die Arbeit des Aufsichtsrats. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage und Entwicklung der Genossenschaft unterrichtet. Anschließend berichtete Herr Kummer über den Prüfungsbericht des VdW Rheinland Westfalen e. V. Die Versammlung nahm den Bericht zustimmend zur Kenntnis.
Aufgrund der Ausführungen von Herrn Zimmermann und der ausgehändigten Gewinn- und Verlustrechnung 2009 stellte Herr Kummer den vorliegenden Jahresabschluss des Jahres 2009 zur Beschlussfassung bzw. Zustimmung. Bei einer Enthaltung wurde dem Jahresabschluss mehrheitlich zugestimmt.
Der von Herrn Zimmermann vorgetragene Gewinnverwendungsbeschluss mit der Auszahlung einer Dividende von 4 % wurde von der Mitgliederversammlung bei 3 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen mehrheitlich gebilligt.
Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde mehrheitlich Entlastung erteilt.
Turnusmäßig endete der Bestellungszeitraum für die Aufsichtsratsmitglieder
Bernd Kummer, Clemens Schelhaas und Ulrike Wagner.
Die Aufsichtsratsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl. Da keine weiteren Vorschläge vorlagen, wurden die 3 Aufsichtsratsmitglieder für 3 Jahre wiedergewählt.
Nach eingehender Erläuterung der vorgesehenen Satzungsänderung durch Herrn Zimmermann wurde diese einstimmig durch die Mitgliederversammlung beschlossen.
Das Vorstandsmitglied Michael Nowack berichtete im Anschluss über die Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen.
Zu Beginn seines Vortrags kam Herr Nowack auch auf das wachsende Problem der Müllablagerungen im Wohnungsbestand zu sprechen. Neben den Kosten von ca. 85 T€ werden damit auch Gefährdungen und Brandlasten verursacht, die es zu vermeiden gilt. Bei ordnungsgemäßer Anmeldung von Sperrmüll könnte der überwiegende Teil des Mülls kostenfrei entsorgt werden, da dieser bereits über die allgemeinen Müllgebühren bezahlt wird.
Herr Nowack ging anschließend auf einzelne Baumaßnahmen ein. An den Gebäuden Schweidweg 52 - 56 wurden die Außenanlagen neu gestaltet und Mietergärten eingerichtet. Die Häuser 44 und 52 wurden vollmodernisiert.
Der Ersatzneubau Montanusstr. 102 wurde im Mai 2010 bezogen. Hier wurden 15 öffentlich geförderte (davon sind 3 für Rollstuhlfahrer geeignet) und 3 frei finanzierte Wohnungen in zentraler Lage geschaffen. Die Nachfrage für diese Wohnungen und die 14 Tiefgaragenstellplätze war so hoch, dass diese 5- bis 6-mal hätten vermietet werden können.
Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen an dem Gebäude Montanusstr. 94 + 96 erfolgten in bewohntem Zustand. Mit Abschluss der Arbeiten wurde eine CO2-Reduktion von 53,2 % erreicht.
An der Erftwerkstr. 57 - 79 wurden insgesamt 48 Wohnungen voll- bzw. teilmodernisiert. Aufgrund der technischen und energetischen Aufrüstung der Gebäude wird der Co2 Ausstoß um 320 t pro Jahr reduziert.
Im Quartier Uhland-/Arndtstrasse wurde mit dem Abriss und der Erstellung des ersten Ersatzneubaus mit der Umsetzung des „Kommunalen Handlungskonzeptes Wohnen“ begonnen. Die begonnenen Ersatzneubauten werden barrierefrei auf hohem Standard gebaut. Diese werden ausschließlich durch Erdwärme mithilfe von Erdsonden und Wärmepumpen beheizt. Im Vergleich zu herkömmlichen Gasheizungen werden nur 25 % der Energie durch elektrischen Strom benötigt.
Ziel aller Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen ist die Schaffung von zeitgemäßem Wohnraum. Damit verbunden ist in der Regel eine deutliche Senkung der Mietnebenkosten zur Entlastung unserer Mieter.
Zum Punkt Verschiedenes gab es nur eine Wortmeldung, die jedoch ein Einzelproblem beinhaltete. Das Mitglied wurde auf die Fragemöglichkeit im Anschluss an die Mitgliederversammlung verwiesen. Das Mitglied nahm dieses gerne an.
Nach Abwicklung der Tagesordnung schloss Herr Kummer die Versammlung um 20:55 Uhr. Anschließend standen die Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder und Mitarbeiter des Bauvereins Grevenbroich zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.
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